Regenbogen-Plateauschuh für Judy Garland
Herkunft: Florenz
Datierung: 1938
Leihgeber: Museo Salvatore Ferragamo, Florenz

„Das Leben ist gut, die Kunst ist schön, Schuh, nur Du kannst in beiden bestehen." (Ferdinand Scholz)
Die Übergänge zwischen der Arbeit von Schuhmachern, Modedesignern und Künstlern sind oft fließend. Die Schaffenden stehen im Dialog miteinander und inspirieren sich gegenseitig. So wird mancher Schuh zur speziell designten, aber noch tragbaren Mode, ein anderer hingegen zum reinen Kunstobjekt.
Vincent van Gogh schuf um 1890 erstmals ein Stillleben, das einen Schuh als zentrales Motiv zeigte. Die seither anhaltende Faszination jenes Objektes liegt in dem starken symbolischen Bezug von Schuhen zu Macht, Erotik und Religion.

„Füße sprechen zu mir"
Der italienische Schuhmacher Salvatore Ferragamo stattete in den 1920er Jahren die Filmproduktionen in Hollywood aus. Nach dem Börsencrash von 1929 ging er nach Italien zurück und baute sein Unternehmen neu auf. Durch die wirtschaftlichen Sanktionen ab 1935 wurde es ihm unmöglich, Leder zu beschaffen.
Ferragamo begann daher, ungewöhnliche Materialien wie Paketband, Kork und Zellophan für seine Schuhe zu verwenden. Immer wieder hat er die Schuhmode nachhaltig beeinflusst: 1936 kreierte er zum Beispiel den Keilabsatz und 1947 eine Sandale mit „unsichtbaren" Riemen aus Nylonfäden.
Regenbogen-Plateauschuh für Judy Garland
Herkunft: Florenz
Datierung: 1938
Leihgeber: Museo Salvatore Ferragamo, Florenz